23. August 2015, 16 Uhr: Presseeinladung – Umbenennung der „M-Straße“

Presseeinladung

Sonntag, 23. August 2015 um 16 Uhr

Umbenennung der „Mohrenstraße“ in Berlin Mitte

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen im Berliner Stadtbezirk Mitte über die von afrikanischen, Schwarzen und solidarischen Organisationen geforderte Dekolonisierung des öffentlichen Raums lädt das NGO-Bündnis „Decolonize Mitte“ für den 23.8. um 16 Uhr zur (symbolischen) Umbenennung der M-Straße mit ihrer diskriminierenden Fremdbezeichnung für Schwarze Menschen ein.

Die Presseaktion erfolgt im Rahmen des „Umbenennungsfestes“ für die Straße, das am 23.8.2015 von 14-20 Uhr am gleichnamigen Berliner U-Bahnhof stattfinden wird.

Die Veranstaltung mit zahlreichen Redebeiträgen (u.a. vom Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde, vom Afrika-Rat Berlin-Brandenburg und von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland), Spoken Word Art (Stefanie-Lahya Aukongo) und Musik (Carmel Zoum, DJ Zhao, YANSN u.v.m.), findet anlässlich des Internationalen Tages zum Gedenken an den Versklavungshandel und seine Abschaffung statt.

Mit der Veranstaltung erinnert das Bündnis an Berlins direkte Beteiligung am transatlantischen Versklavungshandel im späten 17. Jahrhundert, auf die auch der rassistische Straßenname zurückgeht.

Die Vereinten Nationen, die kürzlich die Dekade der Menschen afrikanischer Herkunft ausgerufen haben, wählten den Gedenktag in Würdigung des revolutionären Befreiungskampfes der versklavten Schwarzen Bevölkerung von Santo Domingo, der am 23. August 1791 begann.

Im Sinne dieser UN-Aktivitäten fordert das Bündnis „Decolonize Mitte“ den Stadtbezirk nachdrücklich dazu auf, den beleidigenden Straßennamen endlich aus dem Stadtbild zu entfernen, den kolonialhistorischen Kontext vor Ort kritisch zu thematisieren und in Berlins Mitte eine Persönlichkeit afrikanischer Herkunft zu ehren.

Als neuen Namengeber schlägt das Bündnis Nelson Mandela oder Anton Wilhelm Amo (1703-ca. 1753) – den als Kind versklavten, ersten Akademiker afrikanischer Herkunft in Preußen und Streiter für die Rechte Schwarzer Menschen in Europa – vor.

Für den anstehenden Prozess der Umbenennung und Aufklärung der Berliner Bevölkerung bietet das Bündnis seine Unterstützung an.

Kontakt: Tahir Della, 0152 5421 7327, tahirdella(at)isdonline.de & Christian Kopp, 0179 9100 976, buero(at)berlin-postkolonial.de

Weitere Informationen zum Umbenennungsfest

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