{"id":129,"date":"2010-11-27T17:55:17","date_gmt":"2010-11-27T15:55:17","guid":{"rendered":"http:\/\/decolonize-mitte.de\/?p=129"},"modified":"2016-01-19T13:19:23","modified_gmt":"2016-01-19T11:19:23","slug":"das-m-wort","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/decolonize-mitte.de\/?p=129","title":{"rendered":"Ulrike Hamann: &#8222;Das M-Wort&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00dcber das M.-Wort wurde schon vieles publiziert. Hier ein nicht mehr ganz aktueller, aber dennoch sehr lesenswerter Artikel von Ulrike Haman, die nicht nur auf die Begrifflichkeiten des Wortes Bezug nimmt, sondern auch Verbindungen zu den langj\u00e4hrigen Umbenennungsdebatten schl\u00e4gt.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Erschienen ist der Artikel in:\u00a0<span class=\"st\">Adibeli Nduka-Agwu, Lann Hornscheidt <span id=\"productTitle\" class=\"a-size-large\">(Hg.)<\/span> <\/span><\/strong><span id=\"productTitle\" class=\"a-size-large\"><strong><em>Rassismus auf gut Deutsch: Ein kritisches Nachschlagewerk zu rassistischen Sprachhandlungen,<\/em> Brandes &amp; Apsel Verlag GmbH Frankfurt am Main; Auflage: 1., Auflage 2010. S. 146-156. Das Copyright liegt beim Verlag Brandes &amp; Apsel, dem wir sehr f\u00fcr die Erlaubnis zum Abdruck danken.<\/strong><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mit dem Begriff M. (&gt;Mohr&lt;) bezeichne(te)en <em>wei\u00dfe<\/em> Menschen im 17., 18., 19. Und 20. Jh. Schwarze Menschen, die \u00fcberwiegend als Sklav_innen des deutschen Adels und zunehmend auch des B\u00fcrgertums<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> in den deutschen Staaten lebten. Wenn heute der Begriff z. B. in Verbindung mit Schokolade gebracht<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> wird, gibt das indirekt Auskunft \u00fcber das kulturelle Ged\u00e4chtnis, da Kakao eine Ware war, die mit dem transatlantischen Handel und Kolonialismus f\u00fcr <em>wei\u00dfe<\/em> Deutsche konsumiert wurde \u2013 zur gleichen Zeit, als Afrikaner_innen im Status der Sklaverei in der deutschen \u00d6ffentlichkeit wahrgenommen wurden. Sie galten als Statussymbol deutscher Sklav_innenhalter_innen und wurden ebenso Teil der beginnenden Konsumkultur des Kolonialen Europas wie der Kakao. Der Anbau der Kakaobohnen auf Plantagen in den \u2192 Amerikas, S\u00fcdostasien (\u2192Asien) und \u2192Afrika<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> wurde wiederum von versklavten Afrikaner_innen geleistet.<\/p>\n<p>Dieser Text wird im ersten Teil sowohl den Verwendungskontext der Sklaverei, des Kolonialismus und des Konsums betrachten und daraus herleiten, warum der Begriff eine Perspektive des Rassismus und des Sklav_innenhaltens beinhaltet. Im zweiten Teil m\u00f6chte ich zeigen, mit welchen Abwehrstrategien in aktuellen Diskussionen der Begriff verteidigt wird und diese analysieren, bzw. dagegen argumentieren.<\/p>\n<p>In aktuellen W\u00f6rterb\u00fcchern wird der Begriff als &gt;veraltet&lt; bezeichnet.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Das Label &gt;veraltet&lt; historisiert den Begriff, markiert ihn als nicht mehr gebr\u00e4uchlich. Es wird dabei jedoch keine Erkl\u00e4rung gegeben, warum der Begriff aus dem Gebrauch geglitten ist, ob dahinter K\u00e4mpfe gegen seine Verwendung stehen bzw. aus welchen Gr\u00fcnden sich gegen den Gebrauch entschieden wurde. Susan Arndt verweist auf die Abl\u00f6sung des Begriffes durch das \u2192N-Wort &gt;&gt;in den letzten Jahrzehnten&lt;&lt;<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>. Dies kann ein m\u00f6glicher Grund f\u00fcr das &gt;veraltet&lt; sein. Mein These ist, dass im (Bundes)deutschen postnationalsozialistischen Kontext mit &gt;veraltet&lt; neben dem zeitlichen Gebrauchswert auf Dinge verwiesen wird, die im Zuge der (gesellschaftlichen) &gt;Modernisierung&lt; ab 1945 nicht mehr unangefochten sagbar waren. Wie bspw. in 2006 gef\u00fchrten Interviews mit <em>wei\u00dfen<\/em> Passant_innen der Berliner M.-Stra\u00dfe deutlich wurde, stellt sich bei den Sprechenden ein gewisses Unbehagen mit dem Begriff ein, obwohl und auch wenn er im gleichem Moment als sagbar verteidigt wird. <a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Dieser scheinbare Widerspruch zeigt die Ambivalenz, in der heute der Begriff auftaucht. Einerseits scheint er als nicht mehr gebr\u00e4uchlich markiert zu sein, andererseits wird er \u2013 teilweise im selben Atemzug mit dem Unbehagen \u2013 leidenschaftlich verteidigt und um seine Konnotationen sogar vor Gericht gestritten.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n<p>Dass der Begriff unmittelbar nach 1945 problemlos sagbar war, zeigt sich z. B. in einem Zeitungsartikel aus dem Jahre 1950, der die Er\u00f6ffnung eines Schokoladengesch\u00e4fts der Firma Sarotti begr\u00fc\u00dft und sich auf paternalistische-rassistische Weise dar\u00fcber freut, dass die international ber\u00fchmte afroamerikanische S\u00e4ngerin Josephine Baker auftritt, indem er sie als &gt;M.chen&lt; bezeichnet.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Auch der Boom der Merchandisingprodukte f\u00fcr die deutsche Schokoladenmarke Sarotti<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a>, der die Figur des M. in Porzellanform in viele bundesdeutsche Haushalte brachte, fand v.a. in den 1950er Jahren statt.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Die M.-Figur verbindet Attribute des Dieners, also eine geb\u00fcckte Haltung, mitunter ein Tablett haltend oder in einer Dienerlivree, mit rassifizierender Gesichts- und K\u00f6rperdarstellung- Teilweise tritt sie in Kombination mit orientalistischen Attributen auf, also Vorstellungen von \u2192&gt;orientaler&lt; Kleidung, wie sie sich noch im aktuellen Sarotti-Logo zeigen. Die Figur ist meist in einer spezifischen Form von rassifierter M\u00e4nnlichkeit inszeniert, einer teilweise kindlichen, jedenfalls nie bedrohlichen wirkenden M\u00e4nnlichkeit, die sich auch in der typischen Attributierung &gt;der kleine M.&lt; widerspiegelt. Eine weibliche Form des Begriffes ist dementsprechend fast nie anzutreffen.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<p>Obwohl die Werbefigur der Schokoladenfirma auch im Nationalsozialismus bei \u00f6ffentlichen Auftritten des Konzerns erschien, kann doch v. .a in der Nachkriegszeit eine (Re-?)Konstiturierung des rassistischen Bildes der M.-Figur und ihrer Verbreitung wahrgenommen werden. Im aktuellen Jahrtausend tritt \u2013 dem Label &gt;veraltet&lt; zum Trotz \u2013 der Begriff mit den dazugeh\u00f6rigen Bildern im Stadtbild und in verschiedenen kulturellen Praxen <em>wei\u00dfer<\/em> Deutscher auf.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Der Begriff findet sich an Apotheken, Eckkneipen, in Stra\u00dfennamen, aber auch in Stadtwappen<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a>, in Kinder-, Spiel- und Verkleidungskontexten. So ist die Figur des M. als Karnevalsverkleidung oder im christlichen &gt;Krippenspiel&lt; anzutreffen, wo Kinder in Blackfaces<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> mit Turbanen und rotgemalten Lippen einen K\u00f6nig aus der christlichen Mythologie spielen. Peggy Piesche charakterisiert solche Praxen als &gt;&gt; ambivalente Farce von Schwarzheit&lt;&lt;.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p>Der Schokoladenkonzern Sarotti wirbt noch heute mit der Figur eines M.. Auch wenn die rassifizierende Attribute seit etwa den 1970er Jahren immer mehr in orientalisierende transformatiert <a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a>wurden, bleiben Produkte in fr\u00fcheren rassistischen Formen auf der Webseite des Schokoladenkonzerns bestellbar, unter dem Label des &gt;nostalgischen Designs&lt;, welches das &gt;historische Motiv&gt; zeige. Die Nostalgie betrifft bestimmte koloniale Erinnerungen, deren Gehalt die Fantasie des Bedientwerdens <em>wei\u00dfer<\/em> durch Schwarze Menschen ist. Bedient werden stellt ein Statussymbol von \u00dcberlegenheit dar, die kolonial mit W<em>ei\u00df<\/em>sein verkn\u00fcpft wurde. Der Verlust dieser \u00dcberlegenheit wird hier nostalgisch unter Wideraufrufen des M-Bildes symbolisch erinnert.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a>Gerade mit dem zunehmenden Verschwinden des rassifizierenden M.-Images aus dem Logo des Konzerns (wom\u00f6glich aufgrund der Echos der Black Power Bewegung der USA und der erfolgreichen antikolonialen K\u00e4mpfe weltweit) ab den 1970er Jahren und direkt sichtbar ab 2004 setzte der &gt;Nostalgie-Boom&lt; ein.<\/p>\n<p>Die Erinnerung rassistischer Bilder und Konstellationen als &gt; Nostalgie&lt; zu bezeichnen, gibt einen Eindruck davon, was in <em>wei\u00dfen <\/em>Vorstellungswelten als &gt;&gt; Fundus der abendl\u00e4ndischen Kulturgeschichte&lt;&lt;<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> unter Umst\u00e4nden auch leidenschaftlich verteidigt werden kann.<\/p>\n<p>Welche Bedeutung hatte das Bild des M. jedoch in der Zeit, als der Begriff unangefochten sagbar war, zur Zeit des europ\u00e4ischen Kolonialismus? Wie bei vielen rassistischen Bildern enth\u00e4lt die verkl\u00e4rende Perspektive<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> eine abwertende Seite. Zur Zeit der Entstehung der Figur des M. war Schwarzsein im <em>wei\u00dfen<\/em> deutschen Diskurs keineswegs positiv belegt. Schwarzsein wurde vielmehr als Strafe gesehen, also in einen Kontext im Schuld und Bestrafung gestellt. Dies erlernen Kinder, wenn sie die Logik einer Geschichte im noch heute<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> beliebten Kinderbuch &gt;&gt;Struwwelpeter&lt;&lt; von Heinrich Hoffmann (1884) verstehen wollen. In der &gt;&gt;Geschichte vom schwarzen Buben&lt;&lt; wird ein als M. bezeichneter Junge von anderen Jungen bel\u00e4stigt. Als Strafe f\u00fcr dieses rassistische Aufdringlichkeiten werden die drei als <em>wei\u00df<\/em> bezeichneten Kinder von einem ebenfalls <em>wei\u00dfen<\/em> Erwachsenen in ein Tintenfass gesteckt, so dass sie in Folge &gt;&gt; viel schw\u00e4rzer als das M.-Kind &lt;&lt; seien. Damit seien sie ebenso bestraft wie derjenige, der als Objekt ihrer rassistischen Angriffe, ja nichts &gt;&gt;daf\u00fcr [k\u00f6nne], dass er so nicht ist wie&lt;&lt; sie. Schwarzsein wird in diesem vermeintlich antirassistischen Erziehungstraktat des 19. Jh. als eine schicksalhafte Strafe angesehen, wohingegen <em>Wei\u00df<\/em>sein als naturgegebener Vorzug hingestellt wird, dessen &gt;&gt;tempor\u00e4rer Verlust&lt;&lt;<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a> als Strafe funktioniert, allerdings auch, so Wollrad, auf die &gt;&gt;Instabilit\u00e4t von sein&lt;&lt;<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a> verweist. Diese Instabilit\u00e4t stellt, so argumentiert Richard Dyer, den Wert des <em>Wei\u00df<\/em>seins auf der symbolischen moralischen Ebene her.<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a>Dyer zeigt, dass <em>wei\u00df<\/em> in der &gt;westlichen Tradition&lt; f\u00fcr sch\u00f6n gehalten wird, da es als &gt;&gt;the colour of virtue&lt;&lt;<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a> fantasiert werde. Diese Verbindung von W<em>ei\u00df<\/em>sein mit dem Konzept der &gt;Tugend&lt; scheint in der Struwwelpeter-Geschichte gleichzeitig als Ausgangspunkt genommen und infrage gestellt, da die <em>wei\u00dfen<\/em> Jungen ihr <em>Wei\u00df<\/em>sein tempor\u00e4r verlieren, eben weil sie sich nicht <em>wei\u00df<\/em>, also &gt;tugendhaft&lt; verhalten. Die M\u00f6glichkeit des Verlierens l\u00e4sst <em> Wei\u00df<\/em>sein als Errungenschaft erscheinen. Dass <em>wei\u00df <\/em>mit Unschuld und Reinheit von <em>Wei\u00df<\/em>sein assoziert und konstruiert wird, l\u00e4sst sich bereits in Bibeltexten und &gt;klassischen&lt; griechischen und lateinischen Texten zeigen.<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a>Diese Konstruktion von <em>Wei\u00df<\/em>sein im Kinderbuch braucht einen Kontrast und eine Abschreckung. Nicht <em>wei\u00df<\/em> zu sein, ist demnach per se eine Strafe und unfreiwillig untugendhaft.<\/p>\n<p>Was aber ist die Geschichte des Begriffs und wie haben sich die damit verbundenen rassistischen Konzepte gewandelt? Die Konnotation des Begriffs ist selbstverst\u00e4ndlich nicht immer gleich gewesen und hat sich mit den Konjunkturen des Rassismus<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a> ver\u00e4ndert. Alte Bedeutungen wurden \u00fcberlagert und in neue eingef\u00fcgt.<\/p>\n<p>Eines der \u00e4ltesten Konzepte ist die Verwendung des Begriffes durch Christ_innen und ihre Gegner_innen im Mittelalter. Im Gebrauch f\u00fcr nicht<em>wei\u00dfe<\/em> Nichtchrist_innen verkn\u00fcpfte der Begriff bereits zu diesem Zeitpunkt zwei Konzepte des Othering. &gt;&gt;Physische Andersartigkeit und fremde Glaubensvorstellungen charakterisieren somit den Begriff&lt;&lt; res\u00fcmiert die postkoloniale Forscherin und afrodeutsche Erziehungswissenschaftlerin und Dichterin May Ayim.<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a><\/p>\n<p>Im ersten Lexikon in deutscher Sprache von 1739, kurz nachdem sich Brandenburg-Preu\u00dfen wieder aus den transatlantischen Sklav_innenhandel zur\u00fcckgezogen hatte, <a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a> wird folgende Erkl\u00e4rung geliefert:<\/p>\n<p>Mohr, Aethopier, Lat. _Aethipos_, von dem Griechischen [aethio] ich brenne und [ops] das Gesicht, weil der gr\u00f6\u00dfte Theil des M.landes in der Zona torria [unleserlich] belegen, und daher die Einwohner grosse Hitze ausstehen m\u00fcssen, und ganz schwarz als verbrannt aussehen, ist der Name, welcher eigentlich den Einwohnern Aethiopiens, oder des Mohrenlandes zuk\u00f6mmt. Es wird aber auch allen Schwarzen, als den N[\u2026Wort]s, und andern Africanische V\u00f6lker von dieser Farbe gegeben. <a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\">[29]<\/a><\/p>\n<p>Im 18 Jh. wird die Herkunft der mit dem Begriff Bezeichneten als &gt;\u00e4thiopisch&lt; angegeben, was also auf Griechisch (als Bezeichnung f\u00fcr potentielle Gegner_innen) &gt;verbranntes Gesicht&lt; hie\u00df. Auch dieser Begriff wird aus einer Perspektive gebildet, die sich selbst in dem Moment als <em>wei\u00dfes<\/em> Gesicht definiert und etwas von den m\u00f6glichen Variationen des <em>Wei\u00df<\/em>seins Abweichendes als falsch, als &gt;verbrannt&lt; markiert. Die Beschreibung sagt auch etwas \u00fcber die Angst der Bezeichnenden vor Verbrennung und vor dem potenziellen Verlust des <em>Wei\u00df<\/em>sein aus.<\/p>\n<p>Innerhalb der folgenden 250 Jahre wurden wissenschaftlich gest\u00fctzte Rassentheorien unter <em>Wei\u00dfen<\/em> immer st\u00e4rker verbreitet, so dass im 19 Jh. das erste W\u00f6rterbuch der deutschen Sprache (von Konrad Duden herausgegeben) das M-.Wort in der Auflage von 1882 kurz und b\u00fcndig als &gt;Rasse&lt; erl\u00e4utert: &gt;&gt;M.-Wort (Menschenrasse), der; _en, _en u. (Zeug)e &lt;&lt;. Hier sind Konzepte, die Zugeh\u00f6rigkeit markieren sollen, Herkunft, Geografie und Hautoberfl\u00e4che zu einer einzigen Kategorie verschmolzen: \u2192&gt;Rasse&lt;. Innerhalb eines Jh. sind also die vorher getrennten Bedeutungsebenen zu einer einzigen zusammenger\u00fcckt.<\/p>\n<p>Nachdem Emanzipation von Sklaverei und Kolonialismus erk\u00e4mpft und angesichts der Shoah international von &gt;Rassen&lt;theorien Abstand genommen<a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\">[30]<\/a> wurde, ver\u00e4nderten sich &gt;Rasse&lt; Vorstellungen und sind nicht mehr unangefochten offen sagbar. Ihre Implikation sind in einem &gt;Neorassismus&lt; oder einem &gt;&gt;Rassismus ohne Rassen&lt;&lt;<a href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\">[31]<\/a> kulturalisiert worden. Da Rassismus von der Wissenschaft in die Alltagskultur gewandert ist,<a href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\">[32]<\/a> enthalten die heutigen Verwendungen deutliche Spuren der rassistischen Diskurse. Im Duden von 1994 wird der Begriff so erkl\u00e4rt:<\/p>\n<p><strong>Mohr<\/strong>, der; -en[mhd., ahd. Mor &lt;lat Maurus = dunkelh\u00e4utiger Bewohner Mauretaniens (=Marokko)] (veraltet): <em>Schwarzer:<\/em> schwarz wie ein M. sein (fam.;<em> tief gebr\u00e4unt, sehr schmutzig sein)<\/em>; R der M. hat seine Schuldigkeit getan, der M. kann gehen(<em>dr\u00fcckt aus, das jmd., der f\u00fcr andere eine Zeitlang sehr n\u00fctzlich war u. danach nicht mehr gebraucht wird, dar\u00fcber sehr entt\u00e4uscht ist, sich ungerecht behandelt u. \u00fcberfl\u00fcssig f\u00fchlt; <\/em> nach Schiller Fiesco III, 4); * einen \u2013en waschen wollen (<em>unm\u00f6gliches, Widerspr\u00fcchliches versuchen, bes. einen offensichtlichen Schuldigen als Unschuldigen hinstellen wollen; <\/em> wohl nach Jer. 13,23).<\/p>\n<p>Hier gibt es eine Zusammenf\u00fchrung von mehreren Konzepten: Herkunft (Maure = Marokko), Hautfarbe (&gt;&gt;tiefgebr\u00e4unt&lt;&lt;, &gt;&gt;dunkelh\u00e4utig&lt;&lt;), soziale Bewertung (&gt;&gt;sehr schmutzig&lt;&lt;), moralische Bewertung (&gt;&gt;schuldig&lt;&lt;) und sozialer Status (&gt;&gt;n\u00fctzlich sein&lt;&lt;, &gt;&gt;f\u00fcr andere etwas tun&lt;&lt;). Die Kombination dieser Konzepte schafft ein Bild: Ein so bezeichneter Mensch sein &gt; Schwarzer&lt;, was wiederum mit Bedeutung verkn\u00fcpft wird: immanent schuldig, sehr schmutzig, bediene gerne andere, habe &gt;dunkle Haut&lt; und bewohne Marokko oder Mauretanien. Die &gt;veraltete&lt; Bezeichnung wird dabei in eine aktuelle (&gt;Schwarzer&lt;) transformiert und mit den Bedeutungen der verschiedenen rassistischen Diskurse versehen.<\/p>\n<p>Gegen Bedeutungskonstruktionen des Rassismus gab es immer auch Widerstand. Die Verwendung des Begriffes markiert jedoch eine bestimmte Perspektive, die sich in die Tradition des Rassismus setzt, statt auf die Widerst\u00e4nde dagegen Bezug zu nehmen.<\/p>\n<p>In aktuellen Debatten um rassistische Begriffe und den Umgang mit dem &gt;&gt;kolonialen Erbe&lt;&lt;<a href=\"#_ftn33\" name=\"_ftnref33\">[33]<\/a> wird deutlich, dass es darum geht, welche Perspektive eingenommen wird und dass es keinen &gt;objektiven&lt; Blick auf Geschichte geben kann. Es geht vielmehr darum, die nichterz\u00e4hlten Geschichten des Widerstands gegen rassistische Konzepte, Sklaverei und Kolonialismus und Schwarze deutsche Pr\u00e4senzen in der Gesichte sichtbar zu machen, statt an rassistischen Begriffen und der Ehrung kolonialer Verbrechen festzuhalten.<\/p>\n<p>Bereits zu Beginn des europ\u00e4ischen Sklav_innenhandels und vor den Rassentheorien haben sich Menschen, die mit dem Begriff bezeichnet wurden, gegen seine Konnotationen gewendet, wie ich am Beispiel A. W. Amos zeigen m\u00f6chte. Der im Jahr 1729 im heutigen Ghana geborene A. W. Amo war als Kind von der westlichen afrikanischen K\u00fcste nach Wolfenb\u00fctel verschleppt worden und studierte und lehrte im Staat der ehemaligen Sklav[_innen]h\u00e4ndler_innen Preu\u00dfen. Sein K\u00e4ufer wollte mit ihm ein Experiment machen und beweisen, dass ein als M. bezeichneter Mensch in der Lage sei, zu studieren. Amo nutze diese M\u00f6glichkeit und trat erstmals \u00f6ffentlich an der Universit\u00e4t Halle mit einer Disputation in Erscheinung, in der er historisch auf lateinischer Sprache die Gleichheit afrikanischer und europ\u00e4ischer Menschen bewies. &gt;&gt;De jure Maurorum in Europa&lt;&lt; hie\u00df seine Disputation, in der es um Rechte und Gleichstellung der in Europa als Sklav_innen Lebenden ging.<a href=\"#_ftn34\" name=\"_ftnref34\">[34]<\/a> Amo lebte etwas sp\u00e4ter in Preu\u00dfen als einige andere als Sklav_innen verschleppte Afrikaner_innen. Anl\u00e4sslich ihrer Pr\u00e4senz wurde in Berlin vermutlich um 1700 eine Stra\u00dfe M.-Stra\u00dfe genannt. Es handelt sich um Menschen, die ein Brandenburger Kurf\u00fcrst als Sklav_innen als Teil eines Kaufvertrages f\u00fcr seine Skalv_innenhandelsfestung &gt;&gt;Gro\u00dffriedrichsburg&lt;&lt; (an der K\u00fcste des heutigen Ghanas) erhielt. \u00dcber ihre Biografien ist fast nichts bekannt. Durch den rassistischen Stra\u00dfennamen wird weder ihrer erinnert, noch des Verh\u00e4ltnisses in dem sie standen. Wenn jedoch die Stra\u00dfe bspw. Nach A. W. Amo benannt w\u00fcrde und ihre Biografien erforscht werden w\u00fcrden, kann sowohl die afrikanische Pr\u00e4senz im Berlin des 18 Jh. sichtbar gemacht werden, als auch an den Sklav_innenhandel und die Sklaverei Preu\u00dfen aus der Perspektive der afrikanischen Diaspora erinnert werden.<\/p>\n<p>Im 2009 wurde in Berlin Kreuzberg-Friedrichshain eine Stra\u00dfe, benannt nach dem Befehlshaber der ersten Schiffe, die 1681 an die Westk\u00fcste des heutigen Ghana aufgebrochen waren, um einen Sklav_innenhandelst\u00fctzpunkt einzurichten, in May-Ayim-Ufer umbenannt. Dies ist ein Erfolg jahrelanger K\u00e4mpfe daf\u00fcr der kolonialen Gesichte aus den Perspektiven der Widerst\u00e4nde zu gedenken. Viele weitere Stra\u00dfennamen stehen auf der Agenda. So in Berlin-Mitte, im touristischen und administrativen Zentrum der Stadt. Hier liegt die oben erw\u00e4hnte M.-Stra\u00dfe f\u00fcr deren Umbenennung seit Jahren auf verschiedenen Ebenen gek\u00e4mpft wird. Das Anliegen Schwarzer deutscher Initiativen, afrikanischer Organisationen<a href=\"#_ftn35\" name=\"_ftnref35\">[35]<\/a>, postkolonialer und anderer Gruppen, einen Stra\u00dfennamen mit einer rassistischen Bezeichnung zu ver\u00e4ndern, st\u00f6\u00dft auf teilweise heftige Abwehr. Ich m\u00f6chte im Folgenden einige Argumentationslinien skizzieren und sie analysieren. Es handelt sich dabei um Argumente, die mir selbst in Diskussionen immer wieder begegneten, seit ich mich 2005 in die schon l\u00e4nger stattfindenden K\u00e4mpfe f\u00fcr die Umbenennung der M.-Stra\u00dfe begeben habe. Das Privileg, mich mit dem Begriff nicht fr\u00fcher auseinanderzusetzen, konnte ich als <em> Wei\u00dfe<\/em> bis dahin in Anspruch nehmen, da ich durch den Begriff nicht bezeichnet wurde.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig ist das Argument anzutreffen, dass eine Kritik an dem Begriff ein \u00dcberstrapazieren von kritischer Haltung w\u00e4re, was eine <em> wei\u00dfe <\/em>Person in einem Interview als &gt;d\u00e4mlich&lt; bezeichnet hat,<a href=\"#_ftn36\" name=\"_ftnref36\">[36]<\/a> denn dem vermuteten Anliegen, die M.-Stra\u00dfe umzubenennen, wurde unterstellt, es folge einer -&gt; Political Correctness, wolle also PC handeln. Das &gt;Anti-PC-Argument&lt; verteidigt rassistisches Sprechen direkt, indem es versucht, Kritik daran abzuwerten, und ignoriert dabei, dass eine von Rassismus nicht angreifbare ihn aber potenziell aus\u00fcbende Position wom\u00f6glich in dem Urteil, ob etwas rassistisch ist oder nicht, nicht unbefangen ist.<\/p>\n<p>Ein h\u00e4ufiges Argument gegen eine Ver\u00e4nderung rassistischen Sprachgebrauchs und auch gegen die Umbenennung von Stra\u00dfennahmen, die Kolonialverbrecher_innen ehren, ist die Historisierung des Rassismus und des Kolonialismus in einem &gt;das war nun einmal damals so&lt;, und &gt;man k\u00f6nne nicht die Ma\u00dfst\u00e4be von heute auf damals anlegen&lt;.<a href=\"#_ftn37\" name=\"_ftnref37\">[37]<\/a> Es wird dabei unterstellt, dass &gt;damals&lt; keine Mensch anders gehandelt h\u00e4tte, und erst heute entsprechende andere Erkenntnisse vorl\u00e4gen.<\/p>\n<p>Hier ist die Frage nach der Perspektive, die in solchem Sprechen eingenommen wird, von Belang, also die Frage danach, <em>wessen<\/em> Wissen und Erkenntnis als allgemein gelten soll. Ein Wissen, dass die rassistischen Weltbilder<em>wei\u00dfer<\/em> Menschen gef\u00e4hrlich waren, stand selbstverst\u00e4ndlich &gt;damals&lt; allen denjenigen zur Verf\u00fcgung, die mit den <em> Wei\u00dfen<\/em> in Kontakt kamen. Wenn im Anschluss an das &gt;Damals&lt;-Argument f\u00fcr das Sichtbarbleiben der kolonialen Gesichte in unver\u00e4nderter Form pl\u00e4diert wird, mit dem Argument, &gt;Gesichte nicht unter den Teppich kehren&lt;<a href=\"#_ftn38\" name=\"_ftnref38\">[38]<\/a> zu wollen, muss gefragt werden, um wessen Gesichte es sich hier handelt. Ist es die Perspektive des Sklav_innenhandelns oder des Kolonialoffiziers oder wird Schwarze deutsche Gesichte sichtbar gemacht) Nur durch ein Infragestellen kolonialer Gewissheiten und Selbstverst\u00e4ndlichkeiten kann eine Postkolonialisierung der Gesellschaft erreicht werden.<\/p>\n<p>Ein anderes in der Debatte um den rassistischen Stra\u00dfennamen ge\u00e4u\u00dfertes Argument bezieht sich auf diese Sichtbarkeit von Gesichte, indem es die Wirkung solcher Sichtbarkeit zwar beschreibt, allerdings die Perspektive des Sprechens als <em>wei\u00df<\/em> besetzt und damit eingrenzt. &gt;Geschichte muss weh tun&lt;<a href=\"#_ftn39\" name=\"_ftnref39\">[39]<\/a> und solle nicht aus dem Stadtbild entfernt werden, lautet diese Argumentation. Dieses sich als einerseits einsichtig ob der Stra\u00dfenname geronnenen historischen Machtverh\u00e4ltnisse zeigende Argument ignoriert, wer ein Privileg zu einer solchen Aussage hat und wem etwas wehtun muss. Mit der vermeintlichen Einsicht, dass die in der Gesichte vollzogenen Handlungen <em> wei\u00dfen <\/em>Deutschen Verbrechen waren und Schmerz zugef\u00fcgt haben, wird gleichzeitig eine Mahnung daran gefordert, die man sich aus <em>wei\u00dfer<\/em> Perspektive leisten kann, weil die Ereignisse in der Vergangenheit liegen und die Machtverh\u00e4ltnisse heute anders gelagert seien. Dass dem jedoch nur teilweise so ist, zeigt das Argument selbst, das verschiedentlich interpretiert werden kann.<\/p>\n<p>In der freundlichsten Version kann angenommen werden, dass die Geschichte den gesellschaftlichen Nachfahren der T\u00e4ter_innen wehtun soll und als Erinnerung an vergangene Verbrechen eben auch in der &gt;historischen&lt; Form funktioniert. Diese Perspektive \u00fcbersieht, dass die Gesellschaft nicht nur aus Nachfahren der T\u00e4ter_innen von Kolonialismus und Sklaverei besteht. Wenn in einer zweiten Interpretation mit einbezogen wird, dass die Gesellschaft nicht nur <em>wei\u00df<\/em> ist, dann wird die Frage nach dem Schmerz noch problematischer. In diesem Fall wird der Schmerz nicht den <em> wei\u00dfen<\/em> Bezeichnenden zugef\u00fcgt, sondern den rassistischen Bezeichneten. Eine Auseinandersetzung mit Rassismus als Machtverh\u00e4ltnis hat in diesem Argument nicht stattgefunden. Das \u00dcbersehen der Differenz, die Rassismus herstellt, schlie\u00dft eine gemeinsame Auseinandersetzung mit Rassismus aus.<\/p>\n<p>Mitunter wird das Argument der Geschichte, die wehtun muss, auch mit einem relativierenden Verweis auf anderen &gt;Schmerz&lt; kombiniert. Mehrfach sind in Debatten um den Begriff M. oder um Stra\u00dfenumbenennung von Kolonialverbrecher_innen-Stra\u00dfennamen Verweise auf Sudetendeutsche<a href=\"#_ftn40\" name=\"_ftnref40\">[40]<\/a>, Balt_innen oder Maueropfer<a href=\"#_ftn41\" name=\"_ftnref41\">[41]<\/a> aufgetaucht. Diese absurd erscheinenden Vergleiche machen in einer revisionistischen Logik Sinn, denn nicht die Verantwortung f\u00fcr die eigene Gesichte soll \u00fcbernommen, sondern den Verweis auf &gt;eigene&lt; Opfer relativiert werden.<a href=\"#_ftn42\" name=\"_ftnref42\">[42]<\/a><\/p>\n<p>In den Debatten um den Begriff im Stadtbild oder um &gt;Nostalgieprodukte&lt; geht es um Un\/Sichtbarkeit von Sklaverei und kolonialer Geschichte. Ein Umgang mit dem Begriff steht in einem historischen Kontext, der Rassismus als Verh\u00e4ltnis mit nachhaltigen Folgen f\u00fcr alle Beteiligen etablierte. Werden die mit Kolonialismus und Sklaverei verwobenen Diasporageschichten statt <em> wei\u00dfer<\/em> Kolonial- und Sklavereifantasien sichtbar gemacht, wird deutlich, dass diese Gesellschaft weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart homogen <em>wei\u00df <\/em> und deutsch war. Mit der Geschichte multiperspektivisch umzugehen, bedeutet auch, dass koloniale \u00dcberzeugungen verworfen werden m\u00fcssen und die Verteidigung rassistischer Begriffe und Denkfiguren, wie der des M.s aufgegeben wird.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Gundermann 2004: 17.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Es gibt noch immer viele S\u00fc\u00dfwarenprodukte, die den Begriff im Namen tragen. Etliche sind auf den Seiten des Media-Watch Vereins &gt;&gt;Brauner Mob&lt;&lt; (z. B. [http:\/\/www.derbraunemob.info\/so-gehts-nicht\/] )<\/p>\n<p>unter der Rubrik \u00bbSo geht&#8217;s nicht\u00ab aufgef\u00fchrt. Der Verein wurde 2001 von Schwarzen<\/p>\n<p>Medienmacher_innen und Schwarzen Menschen, die in der deutschen \u00d6ffentlichkeit<\/p>\n<p>t\u00e4tig sind, mit dem Ziel gegr\u00fcndet, stereotypisierende und diskriminierende Darstellung<\/p>\n<p>Schwarzer Menschen in der deutschen \u00d6ffentlichkeit zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Gundermann 2004: 22.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> So z. B. im Duden 1994.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Arndt 2004: 170.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Einige dieser Interviews sind online unter www.m-Stra\u00dfe.de [Leider existiert diese Seite nicht mehr] zu finden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Vgl. der Prozess Ulrich von der Heyden gegen Yonas Endrias, eingehend beschrieben in Aikens\/Danielzki\/Steinitz 2008.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Gundermann 2004: 110<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Der Schokoladenkonzern wurde zur Zeit des europ\u00e4ischen Kolonialismus (1852) in Berlin gegr\u00fcndet,<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Gundermann 2004:115<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Es gibt im Gegensatz zu 7 Mio. Google-Eintr\u00e4gen zur m\u00e4nnlichen Form des Begriffs lediglich 13.00 zur weiblichen Form. Sie beziehen sich zum Gro\u00dfteil auf die polnische Stadt Moryn desweiteren auf einen Schweizer Roman, der auf tragische Weise die Geschichte einer versklavten Frau aus Guinea im 18 Jh. verhandelt und zum anderen auf ein deutsches Drama von 1964. Beide erz\u00e4hlen eine Schwarze Geschichte als Trag\u00f6die oder Drama, zwei typische Weisen, mit der Weiblichkeit inszeniert wird. Desweiteren gibt es so. M.Rondell des Parks Sansouci in Potsdam die B\u00fcste einer M.inm die ebenfalls extrem vergeschlechtlich mit einer enth\u00fcllten Brust gezeigt wird. Diese Verweise zeigen, wie stark weibliche Sklaverei mit sexualisierter Gewalt einherging.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Eine Sammlung von Fotos dieser Figuren und Abbildungen in deutschen St\u00e4dten und auf Kakao- und Kaffeeprodukten findet sich auf den Seiten von Freiburg-Postkolonial (http:\/\/<\/p>\n<p>www.freiburg-postkolonial.de\/Seiten\/Fotos-Zeller.htm (letzter Zu griff: 10.06.2009).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> So z. B. die Wappen der Gemeinde Freising, Mittenwald, Garmisch-Patenkirschen, Pappenheim und Zwickau.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Peggy Piesche macht deutlich, warum sie den Begriff &gt;blackface&lt; aus dem US-Kontext, wo er auf die Geschichte der Minestrel-Shows verweist, auch einen (ost)deutschen Kontext anwenden w\u00fcrde (in Bezug auf DEFA-Filme wie &gt;&gt;Der kleine Muck&lt;&lt;): &gt;&gt;Doch schafft dies sehr wohl ein ironisches Paradigma von gleichzeitiger Pr\u00e4senz von &gt;Schwarzheit&lt; als Maske \u2013 was auch eine Art pathologische Umkehrung\/ein Revers der Fanon`sche Formel &gt;&gt;Black Skin White Mask&lt;&lt; ist \u2013 und die \u00fcberdeutliche imagologische Pr\u00e4senz von schwarzen Themen wie Sklaverei\/ Unabh\u00e4ngigkeitssteit\/Unterdr\u00fcckung und Knechtschaft, und das auch wahlweise im orientalischen Kleid, aber auch Musik\/Kleidung\/ Sonne usw. konstruiert eine deutlich ambivalente Farce von Schwarzheit.&lt;&lt; (Piesche 2004: 3).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Piesche 2004: 3.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Sarotti selbst wirbt f\u00fcr das Buch von Gundermann, in dem &gt;&gt;die Entwicklung vom kleinen schwarzen Diener zum modernen Magier der Sinne wunderbar dargestellt [wird] \u2013 ein Erlebnis f\u00fcr alle, die ein gutes Buch genauso zu sch\u00e4tzen wissen wie ein St\u00fcck feinster Schokolade&lt;&lt;, http:\/\/www.sarottishop.de\/?url-sarotti (letzter Zugriff 10.06.2009).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Ein Boom mit Produkten, die die M.Figur in rassifizierende Formen zeigen, hat v. a. ab 2004 eingesetzt, als die Figur eine goldene Hautfarbe bekam und der M- zum Magier wurde. Zeitgleich erschienen &gt;Nostalgie-Editionen&lt; auf den Markt, mit dem Design der rassifizierten Figur der 1950er Jahre. Dass diesem Bed\u00fcrfnis die Sehnsucht an die <em>wei\u00dfe<\/em> Fanatsie des Bedientwerdens entstammt, zeigt eine Werbeaktion in den 1990er Jahren, in der der Konzern mit einer 75 Zentimeter hohen M.puppe warb, &gt;&gt;die mit dem Kopf nicken und das Serviertablett bewegen konnte&lt;&lt; (vgl. Gudermann 2004:151).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Gundermann 2004: 60.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Susan Arndt verweist auf die &gt;&gt;Gef\u00e4hrlichkeit des verkl\u00e4renden Rassismus&lt;&lt; in: &gt;&gt;Impressionen. Rassismus und der deutsche Afrikadiskurs&lt;&lt; in (dies.) Afrikabilder. Studien zu Rassismus in Deutschland, M\u00fcnster 2001: 11-68.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Der Schwager-Steinlein-Verlag in K\u00f6ln gab 2007 die letzte unver\u00e4nderte und &gt;&gt;ungek\u00fcrzte Ausgabe&lt;&lt; heraus. Die in der DDR beliebte Ausgabe des Kinderbuchverlags Berlin mit dem Titel &gt;&gt;So ein Struwwelpeter&lt;&lt; enthielt modernisierte Geschichten aus der klassischen Version (so z.B. die &gt;&gt;Geschichte vom fernsehverr\u00fcckten Frank&lt;&lt;), wobei ein \u00c4quivalent zur &gt;&gt;Geschichte von den schwarzen Buben&lt;&lt; nicht vorkam.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Wollrad 2005:78.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Dyer 1997: 70.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Ebd.: 72.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Dyer verweist auf mehrere Autor_innen, die diesen Nachweis gef\u00fchrt haben. Siehe dazu Dyer 1997: 73 ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> Demirovic\/Bojadzijev 2002.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> Ayim 1986:19.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> Der kurf\u00fcrstlich betriebene Sklav_innenhandel dauerte von 1682 bis mindestens 1711, also etwa 30 Jahre. Wie viele Menschen die Brandenburger_innen von der Westk\u00fcste des heutigen Ghanas zu den westindischen Inseln \u2013 wo die Lebenserwartung auf den Zuckerplantagen etwa f\u00fcnf Jahre betrug \u2013 verschleppten, ist fast nicht mehr rekonstruierbar. Konservative Sch\u00e4tzungen sprechen von 30.000 (van der Heyden 2002: 16, wobei die bei der \u00dcberfahrt ermordeten und gestorbenen Menschen doppelt so viele waren wie die \u00dcberlebenden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> Zedler 1739: 864.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> Wichtiger Bezug sind dabei die vier UNESCO-Erkl\u00e4rungen zum Thema -&gt; &gt;Rasse&lt; der 1950er und 1960er Jahre (vgl. dazu Miles 1992: 63ff.).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> Balibar 1990.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> Robert Miles stellt ebenso wie andere Autor_innen (Balibar, Hall, Bojadzjiev, Heidenreich, Tsianos\/Karakayali u.a.) fest, dass der &gt;neue&lt; Rassismus durchaus ohne die wissenschaftliche &gt;Beweise&lt; des 19. Und fr\u00fchen 20. Jh. auskommt und im alltagsweltlichen Verst\u00e4ndnis durch den Fokus auf bestimmte somatische Merkmale signifiziert, kategorisiert und Bedeutungen re\/produziert. Miles bezeichnet diese Transformation als Ideologie &gt;&gt;im engeren Sinne&lt;&lt; (Miles 1992: 129), die wiederum aus dem historischen Verh\u00e4ltnis des europ\u00e4ischen Kolonialismus und Sklav_innenhandels r\u00fchrt (ebd.: 94, 129).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a> Ayim 1986: 44.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34]<\/a> Die Disputation selbst gilt als verschollen. Im einzigen vorhandenen Text \u00fcber die Arbeit, verfasst von dem Pr\u00fcfer Johann Peter Ludewig, hei\u00dft \u00fcber den Inhalt:&gt;&gt;wie weit von den Christen erkaufften Mohren in europa ihre Freyheit oder Dienstbarkeit denen \u00fcblichen Rechten nach sich erstreckte&lt;&lt; (Brentjes 1976:38).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref35\" name=\"_ftn35\">[35]<\/a> In einem Appell an die zust\u00e4ndige Bezirksvertretung von \u00fcber 20 afrikanischen Schwarzen Organisationen hei\u00dft es:&gt;&gt; Wichtig ist, wie man heute das Wort &gt;Mohr&lt; interpretiert, den &gt;Mohr&lt; als Konstrukt und Projektionsfl\u00e4che der europ\u00e4ischen Fantasie, die die Afrikaner als dumm, kulturlos, geschichtslos, Diener der Europ\u00e4er darstellt. Diese Bezeichnung f\u00fcr eine Stra\u00dfen- und U-Bahnhaltestelle-Namen lehnen wir entschieden ab. Dies ist entw\u00fcrdigend und beleidigend f\u00fcr alle Afrikaner bzw. Schwarzen.&lt;&lt; Online http:\/\/<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref36\" name=\"_ftn36\"><\/a>m-Stra\u00dfe.de\/resistance\/index.html (letzter Zugriff:10.06.2009).<\/p>\n<p>[36]Nachzulesen in einem Interview mit einer Passantin auf m-Stra\u00dfe.de, durchgef\u00fchrt von Daniela M\u00fcller, Noemi Yoko Molitor, Janet Keim, Caroline Wunderlich und mir im Rahmen des Projekts &gt;&gt;m-Stra\u00dfe&lt;&lt;.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref37\" name=\"_ftn37\">[37]<\/a> Das hier paraphrasierte Argument wurde erfolglos von einen Abgeordneten der FDP gegen eine Umbenennung des Gr\u00f6ben-Ufers in May-Ayim-Ufer in der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg am 27.05.2009 angebracht.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref38\" name=\"_ftn38\">[38]<\/a> Dieses und andere Argumente wurden u. a. von Passant_innen der M.-Stra\u00dfe angef\u00fchrt, sie such gegen eine Umbenennung wandten. Nachzulesen auf www.m-Stra\u00dfe.de<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref39\" name=\"_ftn39\">[39]<\/a> So ge\u00e4u\u00dfert bei einer Podiumsdiskussion am 26.06.2007, in der es um die Verantwortung von Wissenschaft im Umgang mit Geschichte und Stra\u00dfennamen angesichts der M.-Stra\u00dfe ging. Die Diskussion fand im &gt;&gt;Institut f\u00fcr Europ\u00e4ische Ethnologie&lt;&lt; statt, welches sich in der fraglichen Stra\u00dfe in Berlin befindet.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref40\" name=\"_ftn40\">[40]<\/a> Der Sprecher in einer Podiumsdiskussion in der M.-Stra\u00dfe wies darauf hin, dass wenn einer Schwarzen Deutschen der Begriff M. im Stra\u00dfennamen weh tue, ihm als Sudetendeutschem eine Begegnung mit der Sudetendeutschen Stra\u00dfe auch einen Stich versetzen w\u00fcrde (sic!).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref41\" name=\"_ftn41\">[41]<\/a> In der Weigerung von CDU, FDP und anf\u00e4nglich auch SPD, die Berliner Stra\u00dfe Gr\u00f6benufer, benannt nach dem Befehlshaber des ersten Schiffes, das den Brandenburger Sklav_innenhandel in Ghanaetablierte, Otto Friedrich von Gr\u00f6ben, in May-Ayim-Stra\u00dfe umzubenennen, wurden zuerst Maueropfer angef\u00fchrt, die bei einer Umbenennung des an der ehemaligen Mauer befindlichen Ufers Vorzug vor der afrodeutschen Schriftstellerin haben sollten und sp\u00e4ter von der FDP im Gegenzug eine weitere Umbenennung eines Platzes gefordert, der nach einem Befreier und ersten Stadtkommandanten Berlins 1945, dem sowjetischen Generaloberst Bersarin benannt ist, der angeblich &gt;&gt;40000 Balten&lt;&lt; umgebracht haben soll.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref42\" name=\"_ftn42\">[42]<\/a> Durch die Gleichsetzung des durch rassistische Bezeichnung entstehenden Angriffs mit dem postulierten Leiden der Vertriebenen wird auf mehreren Ebenen relativiert: Das Opfer-T\u00e4ter-Verh\u00e4ltnis wird mehrfach umgedreht (<em>wei\u00dfe <\/em>Deutsche sind nicht T\u00e4ter_innen von Rassismus und Antisemitismus, denn sie sind eigentlich Opfer \u2013 auch wenn sich dieser Opferstatus auf einen anderen Zusammenhang bezieht) und verweist gleichzeitig auf die Umkehrung des Opfer-T\u00e4ter-Verh\u00e4ltnisses im Vertriebenendiskurs.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber das M.-Wort wurde schon vieles publiziert. Hier ein nicht mehr ganz aktueller, aber dennoch sehr lesenswerter Artikel von Ulrike Haman, die nicht nur auf die Begrifflichkeiten des Wortes Bezug nimmt, sondern auch Verbindungen zu den langj\u00e4hrigen Umbenennungsdebatten schl\u00e4gt. Erschienen ist der Artikel in:\u00a0Adibeli Nduka-Agwu, Lann Hornscheidt (Hg.) Rassismus auf gut Deutsch: Ein kritisches Nachschlagewerk<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/decolonize-mitte.de\/?p=129\" class=\"more-link themebutton\">Read More<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/decolonize-mitte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/129"}],"collection":[{"href":"http:\/\/decolonize-mitte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/decolonize-mitte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/decolonize-mitte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/decolonize-mitte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=129"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/decolonize-mitte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/129\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":249,"href":"http:\/\/decolonize-mitte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/129\/revisions\/249"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/decolonize-mitte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=129"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/decolonize-mitte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=129"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/decolonize-mitte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=129"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}